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Integration durch Kochen: Das Catering-Unternehmen Chickpeace bietet geflüchteten Frauen eine wirtschaftliche Perspektive

1. Mai 2018

Man nehme Kreativität, Engagement und Mut, gebe unterschiedlichste Kulturen, weibliche Chuzpe und Energie hinzu und heraus kommt „Chickpeace“ – der interkulturelle Catering- Service. Bei Chickpeace kochen geflüchtete Frauen gemeinsam mit Hamburgerinnen – das ist bislang einzigartig in Hamburg. Die Frauen aus Afghanistan, Syrien, Eritrea, Somalia und Deutschland beliefern Kunden in ganz Hamburg mit Speisen aus der arabischen und afrikanischen Küche.

Chickpeace ist eine Verschmelzung der englischen Worte Chickpeas (Kichererbsen), Chicks (selbstbewusste Frauen) und Peace (Frieden). Der Caterer will kein anonymer Lieferdienst sein, sondern stellt neben kulinarischer Qualität die Begegnung mit den Gästen in den Vordergrund. Die Chickpeace-Frauen sind beim Catering mit vor Ort und erklären den Gästen die Herkunft und die Bedeutung der Speisen – und kommen so über den Tellerrand hinaus mit ihnen ins Gespräch.

Der Catering-Service ist aus einem Projekt in einer Harburger Folgeunterkunft entstanden, in der sich die Hamburgerin Manuela Maurer sowie die gemeinnützige GmbH OPEN ARMS, die Projekte zur Integration von geflüchteten Menschen fördert, engagieren. Gemeinsam initiierten sie ein Projekt, in dem sich regelmäßig geflüchtete Frauen und Hamburgerinnen zum Kochen trafen. Nachdem die Frauen im Jahr 2016 für ein Fest die Vorspeisen lieferten und die Gäste begeistert waren, gründete Manuela Maurer zusammen mit den geflüchteten Frauen den Catering-Service Chickpeace.

Chickpeace nahm 2017 am Stipendienprogramm „Ankommer“ der Agentur Social Impact sowie der Stiftung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) teil und gewann den Gastro- Gründerpreis 2017.

Das Social Business erhält keine staatlichen Fördergelder, sondern trägt sich aus eigener Kraft. Weitere Informationen über Chickpeace finden Sie unter www.chickpeace.de.

Kooperationspartner

Seit April 2018 ist die gGmbH „Das Geld hängt an den Bäumen“ fester Kooperationspartner von Chickpeace und stellt den Frauen ihre bislang wenig genutzte Küche zur Verfügung. Beide Organisationen verbindet die gleiche Vision: Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und einen Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft leisten. Sie ermöglichen nicht integriert geltenden Bevölkerungsgruppen eine Berufstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Bei „Das Geld hängt an den Bäumen“ erhalten Menschen, die es auf dem ersten Arbeitsmarkt normalerweise besonders schwer haben, einen Arbeitsplatz. Die Mitarbeiter ernten Obst von Streuobstwiesen sowie aus Gärten in Hamburg und dem Umland, das sonst hängen bleiben würde. Die Früchte werden in einer Slowfood Mosterei zu Saft ohne Zusatzstoffe verarbeitet und im persönlichen Vertrieb verkauft. Die Erlöse verbleiben zu 100% im Unternehmen. Mittlerweile hat sich mit der Garten- und Landschaftspflege ein weiteres Geschäftsfeld etabliert, in dem die Mitarbeiter unter fachlicher Anleitung ihre Fähigkeiten einsetzten können. Weitere Informationen unter www.dasgeldhaengtandenbaeumen.de.

Foto: Oliver Schwarzwald, Abdruck honorarfrei, Beleg erbeten

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